Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der MBW und der AÖL:

Bio – bunt und vielfältig aus Baden-Württemberg

Unter dem Motto „Bio – bunt und vielfältig aus Baden-Württemberg“ bietet das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für Ökologischen Landbau (AÖL) und der MBW Marketing- und Absatzförderungsgesellschaft für Agrar- und Forstprodukte aus Baden-Württemberg mbH vom 3. bis 14. September ein buntes Programm rund um den Ökologischen Landbau.
Die Dauerausstellung, welche Informationen rund um den Ökologischen Landbau, einer Lounge mit Internetanbindung an das neue Landesportal der Landesregierung zum Ökolandbau, Verkostungen ökologisch erzeugter Produkte uvm. bietet, wird dabei von einem ebenso bunten, wie informativen Rahmenprogramm für kleine und große Besucherinnen und Besucher begleitet.

Das gesamte Veranstaltungsprogramm finden Sie hier

Die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg e.V. (AÖL) fordert die Erhöhung der Ökolandbauprämie in Baden-Württemberg auf den ma-ximal möglichen Satz. „Die derzeitige Prämie reicht nachgewiesener Maßen nicht aus, um den Mehraufwand für eine Ökologische Bewirtschaftung auszugleichen“, sagte Dr. Christian Eichert, Geschäftsführer der AÖL. „Die Betriebe des Ökolandbaus in Baden-Württemberg und diejenigen, die über eine Umstellung auf Ökologische Bewirtschaftung nachdenken sind durch die guten Erträge und derzeit hohen Preise im konventionellen Landbau benachteiligt“, so Eichert weiter.

Wenn das Land den Ökolandbau in Baden-Württemberg nennenswert ausweiten will, dann muss es seinen Spielraum nutzen und den maximal möglichen Fördersatz gewähren. „Ebenso muss den Landwirten der Wechsel von der alten in die neue Förderung ermöglicht werden“, so Eichert. In der aktuellen wirtschaftlichen Lage sei es auch wichtig, die Bestandsbetriebe durch verlässliche politische Signale in der Ökologischen Bewirtschaftung zu halten. Andere Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz bieten Öko-Landwirten diese Wechselmöglichkeit. Diesem Vorgehen solle sich die hiesige Landesregierung anschließen und zugleich den für Bestandsbetriebe wie Umstellungsinteressenten wirtschaftlich

notwendigen Förderspielraum voll ausnutzen.

Neben der Beförderung des Natur- und Umweltschutzes hat sich die derzeitige Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag 2011 für eine deutliche Ausweitung des Ökologischen Landbaus und eine Anhebung der Prämien ausgesprochen. Eichert betont: „Wir honorieren die Bemühungen der Landesregierung, den Natur- und Umweltschutz mittels erheblicher Finanzmittel deutlich voran zu bringen. Ebenso mutig und konsequent gilt es nun die Agrar- und Ernährungswirtschaft zu Ökologisieren. Als gesellschaftlich erwünschte Leistung trägt der Ökolandbau unter anderem zum Biodiversitätserhalt, zum Gewässer- und Klimaschutz bei. Der Ökolandbau trägt zugleich mit seinen vielschichtigen Betrieben dazu bei, den Ländlichen Raum als attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum zu gestalten und für kommende Generationen zu erhalten. Diese Leistungen sollte die Landesregierung anerkennen und ab der neuen Förderperiode angemessen honorieren“, sagte Eichert abschließend.

Ansprechpartner für Presseanfragen: Dr. Christian Eichert, Tel.: +49-160-7406015

Mit der geplanten Neufassung der EU-Ökoverordnung gefährdet die EU-Bürokratie die Weiterentwicklung des Ökolandbaus in Europa. Die Arbeits-gemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg (AÖL) begrüßt zwar das Ziel der Europäischen Kommission, den Öko-Sektor mit einer „konsequenteren“ und „skandalsichereren“ EU-Öko-Verordnung weiter voranzubringen. Aber der eingeschlagene Weg dazu ist der falsche: Die AÖL fordert die EU-Kommission dazu auf, die bestehende Öko-Verordnung nicht grundlegend neu zu gestalten, sondern stattdessen mit Augenmaß und ent-sprechend den bisher geltenden Regeln sachgerecht weiter zu entwickeln.

Der Erfolg des Ökologischen Landbaus und des gesamten Sektors der ökologi-schen Lebensmittelwirtschaft beruht zu einem wesentlichen Teil auf einem pro-zessorientierten System der Qualitätssicherung und der Definition von Richtlinien entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Acker bzw. der Wiese bis zum Teller. Die Verbände des Ökologischen Landbaus arbeiten seit Jahrzehnten daran, für die Erzeuger und Verarbeiter entsprechende Richtlinien zu entwickeln und haben auch die Europäische Union bei der Entstehung und Ausgestaltung des europäischen Rechtsrahmens für den Ökologischen Landbau unterstützt. „Diese Erfahrungen und Kompetenzen sollte die Kommission bei der Weiterentwicklung der EU-Öko-Verordnung weiter nutzen“, unterstreicht der

AÖL-Geschäftsführer Dr. Christian Eichert. Durch eine komplette Neufassung der EU-Verordnung entstünde Rechtsunsicherheit für alle Marktakteure und die Verwaltung. „Wir halten die Totalrevision der EU-Öko-Verordnung für einen Irrweg, der zu einem massiven Rückgang des Ökologischen Landbaus in Deutschland und Europa führen wird“, so Dr. Eichert.

Durch die bisherige Prozessorientierung werden für jeden Schritt der Produktion Regeln festgelegt, an die sich Erzeuger und Verarbeiter halten müssen. Die EU-Kommission denkt jetzt über spezielle Grenzwerte beispielsweise für Pflanzen-schutzmittelrückstände nach, die im Endprodukt eingehalten werden müssen. Der ökologische Landbau findet in Europa jedoch nicht unter einer „Käseglocke“ statt und die Öko-Erzeuger können nicht für Schadstoffeinträge haftbar gemacht werden, für deren Verursachung sie nicht verantwortlich sind und auf deren Verbreitung sie keinen Einfluss haben.

Zudem verkennt die EU-Kommission den Grundgedanken des Ökologischen Landbaus, der auf einem naturgemäßen Umgang mit Böden, Pflanzen und Tieren basiert. Sie erweckt den Eindruck, man könne ein Bio-Produkte mit Labormethoden erkennen und klammert den Kontext des Wirtschaftens völlig aus. „Dies wäre ein Paradigmenwechsel und würde den grundlegenden Zielen des Ökologischen Landbaus widersprechen“, so Dr. Eichert. Eine Prozesskontrolle über alle Produktionsstufen kann nicht durch

strengere Grenzwerte für Inhaltsstoffe am Endprodukt ersetzt werden. Rückstandskontrollen als Teil der Bio-Kontrolle würden mehr Bürokratie bedeuten und keine zusätzliche Lebensmittelsicherheit für die Verbraucher bringen.

Dagegen steht die Europäische Kommission in der Pflicht, bei der Sicherheit unserer Lebensmittel endlich das Verursacherprinzip konsequent umzusetzen: Sie muss die Akteure zur Verantwortung ziehen, die für Mensch und Umwelt gefährliche und problematische Substanzen verbreiten und nicht diejenigen mit mehr Bürokratie gängeln, die ohne den Einsatz solcher Problemstoffe gesunde Lebensmittel produzieren.

Mehr Qualität und Sicherheit kann und sollte mit einer Verbesserung des beste-henden staatlichen Kontrollsystems erreicht werden. Für eine effizientere Kontrolle und zur Vermeidung von Verstößen und Betrug müssen die offiziellen Kontrollsysteme mit den staatlich überwachten Kontrollstellen noch stärker als bisher zusammenarbeiten. Zudem ist es zielführend, bei erhöhten Risiken auch häufiger zu kontrollieren und in allen EU-Ländern ein einheitliches Regelwerk für Sanktionen, Bußgelder und Strafen zu schaffen.

Die baden-württembergischen Öko-Anbauverbände wie auch die Öko-Branche insgesamt benötigen Kontinuität und Verlässlichkeit in der Gesetzgebung und Verwaltung als Grundvoraussetzung für die

Arbeit ihrer Erzeuger und Verarbeiter. Die Totalrevision der EU-Öko-Verordnung würde diese Grundvoraussetzung kippen und jahrzehntelange Erfahrungen und Aufbauarbeit in den Öko-Sektor ignorieren. „Wir fragen uns deshalb schon“, so Dr. Eichert, „welche Interessen die EU-Kommission mit diesem Vorschlag verfolgt“.

Die gesamte Stellungnahme zum Herunterladen hier

Ansprechpartner für Presseanfragen: Dr. Christian Eichert, Tel.: +49-160-7406015

Öko-Aktionstag am 10. Mai 2014 auf dem Schlossplatz Stuttgart

Veröffentlicht am Dienstag, 15. April 2014 14:44Geschrieben von Anja Kirchner

Öko-Aktionstag am 10. Mai 2014 auf dem Schlossplatz Stuttgart

1. Öko-Aktionstag unter dem Motto „Bunte Vielfalt aus dem Ländle“.

Erleben Sie die Vielfalt aus unserer Region! Bio zum Anfassen, Entdecken, Fühlen und Staunen: Die Besucher erwarten regionale Bio-Produkte und die Möglichkeit gleichzeitig allerhand Interessantes zur Herstellung und Verarbeitung zu erfahren. Die Kinder können bei einem bunten Programm mit Melken, Getreidefahrrad, Butter schütteln und einer Schatzsuche im Acker Landwirtschaft erleben.

Lassen Sie sich von regionalen Bio-Produkten in Versuchung führen und erfahren Sie gleichzeitig allerhand Interessantes zu Herstellung und Verarbeitung. Kommen Sie vorbei und überzeugen Sie sich selbst, wie bunt Bio aus Baden-Württemberg sein kann.

Das Programmheft können Sie jetzt herunterladen.


Ab dem 18. März 2014 startet am Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau Baden-Württemberg (KÖLBW) eine Fortbildungsreihe für Milchschaf- und Milchziegenhalter. Über einen Zeitraum von zwei Jahren werden insgesamt zwölf Seminartage zu speziellen Themen der Schaf- und Ziegenmilcherzeugung angeboten.

Neben Seminaren zur artgerechten Tierhaltung, Tiergesundheit, Tierzucht und leistungsgerechten Fütterung werden u.a. auch Inhalte zur Betriebsentwicklung, Zickleinaufzucht, Vermarktung, des Weide- und Parasitenmanagements sowie der Wirtschaftlichkeit in der Schaf- und Ziegenmilcherzeugung vermittelt.

Die Fortbildungsreihe wird angeboten in Zusammenarbeit der Bioland Beratungs GmbH, dem Beratungsdienst Ökologischer Landbau e.V., der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg e.V. (AÖL) und dem Ziegenzuchtverband Baden-Württemberg e.V.

Seminarort: Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau Baden-Württemberg (KÖLBW) am Landwirtschaftlichen Bildungszentrum Hochburg, 79312 Emmendingen – Hochburg

Das komplette Programm der Fortbildungsreihe zum Herunterladen hier

Nachfolgend der Konsultationsveranstaltung am 5. Februar 2014 hat die AÖL ihre Positionen und Vorschläge zu den durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz dargelegten Ansätzen zur Weiterentwicklung der Politik der Ländlichen Entwicklung für die Förderperiode 2014-2020 zusammengestellt.

Unser ausdrückliches Lob möchten wir der Landesregierung für ihr Engagement bei der Aushandlung des generellen Finanzrahmens im Herbst 2013 aussprechen. Zudem begrüßt die AÖL das außerordentliche Engagement der Landesregierung, den laufenden Diskurs zur Neufassung der Europäischen Basisverordnung („EU-Öko-Verordnung“) konstruktiv mit zu begleiten und die inhaltliche Ausgestaltung nach Plausibilitäts- und Praktikabilitätskriterien kritisch zu  hinterfragen.

Ebenfalls finden die derzeit laufenden Überlegungen zur „Beratung 2020“, sowie die vorgelegten Diversifizierungskonzepte einschließlich der vorgestellten Ansätze im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaften EIP unsere Anerkennung. Ferner danken wir der Landesregierung für die Einführung der bodengebundenen Tierhaltung im AFP sowie die Ermöglichung eines „kleinen AFPs“ im Rahmen der Landschaftspflegerichtlinie. Der Versuch der Landesregierung, das Agrarumweltprogramm MEKA weitestgehend auf „dunkelgrüne“ Maßnahmen und Leistungen mit echten Landschafts- und Umweltnutzen zu konzentrieren, ist aus unserer Sicht der richtige Weg. Dennoch sehen wir noch weitreichendes Optimierungspotenzial. Zudem beinhaltet diese Stellungnahme in Themenblock 2 weitere aktuelle politische Forderungen der AÖL.

Zumeldung zur Pressemitteilung Nr. 210/2013 des MLR Baden-Württemberg „Start der ersten Landesfachschulklasse für Ökologischen Landbau am Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau in Emmendingen“

Stuttgart / Esslingen, 4.11.2013. Die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg (AÖL) begrüßt es, dass mit dem Beginn der Fachschulklasse für den Ökologischen Landbau das neu eingerichtete Kompetenzzentrum für den Ökologischen Landbau Baden-Württemberg (KÖLBW) in Emmendingen seine Arbeit aufnimmt. „Wir freuen uns“, so der AÖL-Geschäftsführer Dr. Christian Eichert, „dass die Landesregierung auf die wachsende Nachfrage nach einer gezielten Fachausbildung zum Ökologischen Landbau reagiert und jetzt dieses attraktive Qualifizierungsangebot geschaffen hat. “

Bei der Ausgestaltung der praxisorientierten Lehrinhalte konnten die Öko-Anbauverbände im Vorfeld ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbringen. Ebenso werden Praktiker und Berater den Fachschulunterricht mit ihren langjährigen Erfahrungen bereichern.

„Die Einrichtung der Fachschule ist ein wichtiger Mosaikstein zur weiteren Entwicklung der ökologischen Landwirtschaft im Südwesten“, betont Dr. Eichert.

Dass sich zum Start der ersten Fachklasse bereits 21 Teilnehmer/innen angemeldet haben, unterstreiche den Bedarf an diesen Angeboten. Die steigende Nachfrage nach ökologisch erzeugten Produkten aus der Region eröffnet landwirtschaftlichen Betrieben und Verarbeitern neue Entwicklungspotenziale und schafft zukünftige Arbeitsplätze. Damit dies gelingt, brauchen junge Landwirtinnen und Landwirte nicht nur umfassende und praxisnahe Kompetenzen im Ökologischen Landbau, sondern auch fundierte Kenntnisse über wirtschaftliche Zusammenhänge. Die neue Fachschule stellt deshalb das unternehmerische Denken in den Mittelpunkt und schafft dadurch eine zukunftsweisende Ergänzung zu den bestehenden Angeboten. „Wir danken der Landesregierung, dass sie den Entwicklungsbedarf erkannt und die Fachschule ins Leben gerufen hat. Den Schülern wünschen wir eine lehrreiche Zeit auf der Hochburg bei ihrer Auseinandersetzung mit zukunftsweisenden Fragen rund um den Ökologischen Landbau“, so Dr. Eichert abschließend.
Ansprechpartner für Presseanfragen: Dr. Christian Eichert, Tel.: +49-160-7406015

Text:  Andreas Greiner

Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg e.V.
Vertretungsberechtigte Vorstände: Zilla Fröhlich und Martin Schäfer
Geschäftsführer Dr. Christian Eichert
Schelztorstraße 49, 73728 Esslingen

Minister Bonde: „Öko-Betriebe im Land ergreifen zunehmend die Chance, ihre Biolebensmittel mit Regionalsiegel zu vermarkten“

„Die Nachfrage nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln steigt seit Jahren kontinuierlich an. Etwa 78 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher in Baden-Württemberg geben an, dass sie beim Kauf von Bioprodukten solche aus der Region bevorzugen. Der Landesregierung ist es ein Anliegen, unsere heimischen Landwirtinnen und Landwirte, die ihre Marktchance im Biobereich ergreifen möchten, kraftvoll zu unterstützen. Dazu haben wir mit dem Aktionsplan ‚Bio aus Baden-Württemberg‘ ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt. Ich freue mich, dass die Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (AÖL) Früchte trägt und nun bereits 100 Öko-Betriebe das Biozeichen Baden-Württemberg nutzen“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde am Donnerstag (19. September) anlässlich der Unterzeichnung des hundertsten Zeichennutzungsvertrages für das Bio-Zeichen Baden-Württemberg durch die Demeter-Gärtnerei von Woedtke. Der Gemüsebaubetrieb aus dem Rems-Murr-Kreis sei in diesem Jahr bereits der zwanzigste Erzeugungs- oder Verarbeitungsbetrieb im Lande, der sich neben der Öko-Kennzeichnung seiner Produkte bewusst für eine zusätzliche Regional-Kennzeichnung entschieden habe.

Landesweite Verkostungsaktionen
„Unter dem Motto „Bio aus Baden-Württemberg“ laden wir die Verbraucherinnen und Verbraucher vom 19. bis zum 28. September zu über 90 landesweiten Verkostungsaktionen im Naturkosthandel ein“, so Bonde. Die Verkostungen für Produkte mit dem Bio-Zeichen Baden-Württemberg werde durch die speziell ausgebildeten Botschafterinnen für Agrarprodukte unterstützt. Damit solle im Sinne des Aktionsplanes „Bio aus Baden-Württemberg“ insbesondere das Angebot und die Vorteile regionaler, ökologisch erzeugter Produkte öffentlichkeitswirksam bekannt gemacht werden. „Verbraucherinnen und Verbraucher unterstützen mit ihrem Einkauf die regionale Wirtschaft und fördern aktiv den ökologischen Landbau in Baden-Württemberg“, so Bonde abschließend.
Hintergrundinformation:
Grundanforderung an Produkte mit dem „Bio-Zeichen Baden-Württemberg“ ist die EG-Öko-Verordnung. Darüber hinaus müssen die Rohprodukte aus landwirtschaftlichen Betrieben kommen, die komplett auf die ökologische Produktion umgestellt haben. Außerdem sollen möglichst alle Betriebsmittel, wie beispielsweise das Tierfutter, aus Baden-Württemberg kommen.
Die Verkostungswochen sind eine Gemeinschaftsinitiative der AÖL e.V., der Marketing- und Absatzförderungsgesellschaft für Agrar- und Forstprodukte aus Baden-Württemberg mbH (MBW) und der Naturkost-Großhändlern Dennree, Bodan, Rinklin, Willmann und Weiling.

Mehr Infos unter www.schmeck-den-sueden.de/verkostungswochen.

Vom 19.-28. September 2013 finden im Naturkosteinzelhandel in ganz Baden-Württemberg zahlreiche Verkostungsaktionen statt.

 

Zusammen haben die MBW Marketinggesellschaft, die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau in Baden-Württemberg, die teilnehmenden Großhändler für Naturkostprodukte (Bodan, Weiling, Rinklin, Dennree, Willmann), und die Hersteller der regionalen Öko-Produkte ein attraktives Aktionssortiment zusammengestellt.

Mit dem Biozeichen Baden-Württemberg besteht für Verbraucher ein verlässlicher Wegweiser. So können ökologisch erzeugte Lebensmittel aus heimischen Rohstoffen eindeutig und verlässlich erkannt werden.

Das Biozeichen Baden-Württemberg gewährleistet die regionale Wertschöpfung vom Rohstoff über die Verarbeitung. Damit können die Verbraucher bei ihrem Einkauf die regionale Wirtschaft unterstützen und den ökologischen Landbau in Baden-Württemberg fördern.

Kommen Sie vorbei und probieren Sie köstliches Öko aus der Region! Hier finden Sie Termine und teilnehmende Märkte.

AÖL begrüßt landespolitisches Engagement und fordert weitere konsequente Schritte beim Ausbau des Ökolandbaus in Baden-Württemberg.

Stuttgart / Esslingen, 10.09.2013 – Die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg (AÖL) begrüßt es, dass die grün-rote Landesregierung auf der heutigen Regierungspressekonferenz ihr Ziel bekräftigt hat, den hiesigen Ökolandbau weiter zu stärken. „Wir freuen uns”, so der AÖL-Geschäftsführer Dr. Christian Eichert, „dass die Landespolitik dazu steht, die Bedingungen für die bereits ökologisch wirtschaftenden Betriebe und auch für Neueinsteiger im Ökolandbau zu verbessern”. Nur so kann Baden-Württemberg seine Rolle als Pionier und Stammland des Biolandbaus halten und weiter ausbauen.

 

In den bisher im Aktionsplan „Bio aus Baden-Württemberg” von der Landesregierung umgesetzten Maßnahmen sieht die AÖL erste wichtige Schritte in die richtige Richtung, allerdings sei dies noch nicht der große Wurf für die Ökologisierung der Landwirtschaft im Südwesten. Noch immer geht die Schere zwischen wachsender Nachfrage nach Bio-Produkten und dem nur zaghaftem Anstieg der heimischen Öko-Produktion weiter auseinander. „Um die vorhandene Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln aus dem Land zu bedienen, brauchen wir mehr Mut und entschlossene Maßnahmen, die bei den Landwirten vor Ort auch ankommen”, so Dr. Eichert. Die AÖL fordert deshalb von der Landesregierung ein gemeinsames Landesprogramm Ökolandbau mit klaren Zielen und konsequenten Maßnahmen. „Die AÖL steht bereit, gemeinsam mit der Landesregierung ein solches Programm zu erstellen und am Markt auszugestalten”, so Dr. Eichert.

Zudem muss sich Baden-Württemberg weiter dafür einsetzen, die im Rahmen der europäischen Agrarpolitik beschlossene Möglichkeit der Umschichtung von Finanzmitteln aus der 1. in die 2. Säule jetzt zu nutzen. Nur so kann die deutliche Kürzung des Agrarbudgets für die ländliche Entwicklung zumindest teilweise kompensiert werden. Die AÖL begrüßt ausdrücklich das bisherige Engagement des grünen Landwirtschaftsministers auf der
Agrarministerkonferenz in dieser Sache. Allerdings besteht dringender Handlungsbedarf, den Gestaltungsspielraum bei der Finanzierung der Agrarumweltprogramme und des ökologischen Landbaus tatsächlich zu erhalten und hier zu einem befriedigenden Ergebnis zu kommen.

Ansprechpartner für Presseanfragen: Dr. Christian Eichert, Telefon +49-160-7406015

Aktuelle Statistik zur Anzahl der Betriebe und deren Fläche in Hektar. Stand 1. Januar 2013.

Seit heute ist die neue Website der AÖL online. Weitere Informationen folgen in Kürze.

AÖL fordert grünere Agrarpolitik im Südwesten

Martin Schäfer (Vorstand von AÖL und Demeter BW) bei der Übergabe eines Demeter-Präsentkorbes.

m Zuge des Verbändetreffens mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann fordern die baden-württembergischen Öko-Anbauverbände von der Landesregierung, sich für eine Ökologisierung der Agrar- und Ernährungspolitik stark zu machen und den vorgelegten „Öko-Aktionsplan“ mit konkreten Maßnahmen auszugestalten. Die AÖLerwartet von der Landesregierung eine klare politische Positionierung für den Ökolandbau als Leitbild einer zukunftsfähigen Agrar- und Ernährungspolitik, wie es beispielsweise der Rat für Nachhaltige Entwicklung bereits 2011 gefordert hatte.

Von Ministerpräsident Winfried Kretschmann verlangt die AÖL, das Thema „Ökologischer Landbau“ als Zukunftsthema auf die politische Agenda zu setzen. Es geht darum, die Leistungen des Ökolandbaus für die Gesellschaft anzuerkennen und mittels gemeinsamer Projekte zielgerichtet zu stärken. „Es ist unser dringlicher Wunsch“, so der Geschäftsführer der AÖL, Dr. Christian Eichert, „dass die Landesregierung nach der Energiewende auch mit der notwendigen ökologischen Agrar- und Ernährungswende Ernst macht und den von uns vor einem Jahr vorgelegten ressortübergreifenden Öko-Aktionsplan konsequent umsetzt“. Neben einer finanziellen Unterstützung geht es vor allem um die Schaffung einer geeigneten Beraterstruktur, aber auch um Aspekte wie schulische und universitäre Aus- und Weiterbildung, sowie konkrete Impulse im Bereich der Wissenschaft und der Forschung.

Wie eine umfassende Neuausrichtung der Agrar- und Ernährungspolitik in der Praxis aussehen kann, zeigen derzeit andere Bundesländer. Wichtige Elemente dieser Initiativen sind klar formulierte Ziele wie eine Flächenverdoppelung oder die Umsetzung von auf die Sektorbedürfnisse zugeschnittener Landesprogramme, die zielgenau in die Bereiche Bildung, Forschung, Beratung, Marktstrukturentwicklung und Marketing investieren. „Warum gibt es so ein konsistentes Programm bisher nicht hier im Südwesten?“, fragt Dr. Eichert. „Wir als Verbände des Ökologischen Landbaus stehen bereit, bei der Ausgestaltung und Umsetzung eines solchen Programms konstruktiv mitzuarbeiten.“

Umverteilung der EU-Mittel

Entscheidend für die Ökologisierung der Land- und Ernährungswirtschaft wird vor allem sein, wie Brüssel die Weichen in der gerade diskutierten EU-Agrarreform stellen wird. Die Verbraucher fordern eine Abkehr vom derzeitigen Gießkannenprinzip, das die Großstrukturen klar bevorzugt. Sie wünschen sich, dass die Zahlungen öffentlicher Gelder auch mit Gegenleistungen für die Allgemeinheit verbunden werden. „Doch die Verbraucherinteressen werden auf der Strecke bleiben, wenn sich Frau Aigners Kurs durchsetzt und weiter milliardenschwere Agrarsubventionen bezahlt werden, ohne dass diese an entsprechende Gegenleistungen geknüpft werden“, ist die Vorsitzende der AÖL Zilla Fröhlich, überzeugt. „Wir sehen unsere Landesregierung hier in der Pflicht, die verfügbaren Gestaltungsspielräume des Landes voll auszunutzen“.

Hauptansatzpunkte für ein beherztes Umsteuern sieht die AÖL in der Umverteilung von Mitteln aus der 1. Säule der EU-Agrarpolitik in die 2. Säule. Die EU ermöglicht hier auf nationaler Basis bis zu 15% zusätzlichen Gestaltungsspielraum zu Gunsten einer qualifizierten Agrarumweltpolitik. „Unsere Landesregierung soll sich zu dieser Umverteilung bekennen, um angesichts eines insgesamt sinkenden Agrarbudgets wenigsten den Status Quo im Bereich der gesellschaftlich erwünschten Ziele im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes zu sichern“, so Fröhlich weiter.


Bilder von der Stallwächterparty 2012

Öko-Anbauverbände sorgten bei der Stallwächterparty 2012 für besten Bio-Genuss aus Baden-Württemberg. Hier gibt es Impressionen von der Feier am 05.Juli in der Landesvertretung in Berlin.

Photos von: Joris Haas (Agentur Blumberg) .


Bei der Stallwächterparty in der Landesvertretung in Berlin zeigte der Öko-Landbau aus Baden-Württemberg Gesicht. Woher stammen die feinen Bio-Lebensmittel? Welcher Betrieb, welcher Öko-Landwirt steht dahinter? Wir zeigen´s Ihnen.

Stallwächterparty 2012 - Bio aus Baden-Württemberg überzeugt

Vertreter der Öko-Verbände aus Baden-Württemberg überreichen an Minister Peter Friedrich und Ministerpräsident Winfried Kretschmann als Geschenk zum 60. Geburtstag des Landes die Patenschaft für zwei Bio-Ziegen. Von links: Jürgen Andruschkewitsch, Minister Peter Friedrich, Johannes Ell-Schnurr, Joachim Latsch, Christian Eichert, Simon Tress, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Manuel Uez und Christoph Zimmer

Curry vom Weidelamm mit Auberginenkaviar, Schwäbisch-Hällisches Schwein vom Grill, Elfenspeise aus dem Allgäu – leckere Speisen in bester Bio-Qualität aus Baden- Württemberg standen auf dem Speiseplan des politischen Sommerfests in Berlin. Über 1500 Gäste kamen am 5. Juli 2012 zur Stallwächterparty in die baden-württembergische Landesvertretung nach Berlin. Auch Kanzlerin Angela Merkel nahm am Tisch von Ministerpräsident Winfried Kretschmann Platz und kam in den Genuss von Bio aus Baden-Württemberg.

Bio kommt an – erst in den Köpfen, dann auf dem Teller. Zum 60. Geburtstag des Landes macht die Regierungsspitze die ökologisch-soziale Politik Baden-Württembergs erlebbar – Spitzenköche der Öko-Anbauverbände zauberten feinste Bio-Speisen für die über 1500 Gäste.

„Ich bin mir sicher, so genau wie heute, wussten die Stallwächtergäste noch nie, was sie auf dem Teller haben“, meint Christian Eichert, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg (AÖL), „Wir wissen von allen Zutaten, die hier auf hier verarbeitet wurden, woher sie kommen und welcher Landwirt dahinter steht.“ Kleine Öko-Betriebe und Bio-Landwirte aus Baden-Württemberg haben sämtliche Lebensmittel für die Stallwächterparty geliefert.

Diese Qualität schmeckt. Das zeigt der Ansturm auf die Büffets. Bis weit nach Mitternacht servierten die Bio-Köche aus Baden-Württemberg Joachim Latsch und Sabine Lässig vom Restaurant Lässig im Stuttgarter Westen, die Brüder Daniel und Simon Tress vom Bio-Hotel und Restaurant Rose in Hayingen-Ehestetten, Joachim Feldmann vom Bio-Restaurant Albblick in Bad Boll-Eckwälden und Jürgen Andruschkewitsch vom Bio-Restaurant Rose in Vellberg-Eschenau. Ministerpräsident Kretschmann und seine Regierungsmitglieder genossen bis in die frühen Morgenstunden das Fest und Bio-Weine und das gute Härle-Bier aus Baden-Württemberg.

Bilder von der Stallwächterparty in Berlin


Stallwächterparty in Berlin mit 100% Bio aus Baden-Württemberg

Starke Partner aus Baden-Württemberg sorgen für Bio-Genuss bei der Stallwächterparty am kommenden Donnerstag in Berlin, v. l.: Dr. Christian Eichert (Geschäftsführer der AÖL und von Bioland BW), Daniel Tress (Bio-Hotel und Restaurant Rose Hayingen-Ehestetten), Jürgen Andruschkewitsch (Bio-Restaurant Rose Eschenau), Simon Tress (Bio-Hotel und Restaurant Rose Hayingen-Ehestetten) und Manuel Uez (Agentur Blumberg)

Wenn die Landesvertretung Baden-Württembergs am 5. Juli 2012 zur traditionellen Stallwächterparty nach Berlin einlädt, lautet das kulinarische Motto: Wir machen Bio. Auf dem Speiseplan des politischen Sommerfests stehen ausschließlich Leckereien in Bio-Qualität aus Baden-Württemberg.

Baden-Württemberger können alles außer Hochdeutsch, so auch ökologisch nachhaltige Landwirtschaft und Bio-Genuss. Zur Stallwächterparty 2012 wählt die grün-rote Landesregierung einen ganz besonderen Schwerpunkt und setzt gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg (AÖL) auf Qualität aus dem heimischen Öko-Landbau. Biologisch angebaute Spitzen-Produkte, zubereitet von den besten Bio-Köchen des Landes, warten am 5. Juli 2012 auf die Gäste in Berlin.

Vier Bio-Köche aus Baden-Württemberg kochen auf höchstem Niveau und beweisen, wie lecker bodenständige Küche ohne Firlefanz schmeckt: Simon Tress vom Bio-Hotel und Restaurant Rose in Hayingen-Ehestetten auf der Schwäbischen Alb, Joachim Feldmann vom Bioland-Hotel Albblick aus Bad Boll-Eckwälden, Joachim Latsch vom Bio-Restaurant Lässig im Stuttgarter Westen und Jürgen Andruschkewitsch vom Bio-Restaurant Rose in Vellberg-Eschenau.

Die verwendeten Lebensmittel stammen aus kleinen landwirtschaftlichen Bio-Betrieben aus Baden-Württemberg: Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall liefert das Fleisch, die Brauerei Härle aus Leutkirch im Allgäu das Bier und feinsten Käse steuert die Ökologische Molkereien Allgäu bei. „Mit diesem stimmigen Konzept tragen wir die Leistungsfähigkeit unseres gewachsenen Ökosektors stolz nach Berlin – als ein weiterer konsequenter Schritt bei der Umsetzung der ökologischen Agrarwende“, freut sich Dr. Christian Eichert, Geschäftsführer der AÖL.


Gemeinsam zur ökologischen Agrarwende

Im Rokokosaal des Historischen Kaufhauses in Freiburg, von links: Paulin Köpfer – Vorsitzender ECOVIN Baden, Johannes Ell-Schnurr – Geschäftsführer Demeter Baden-Württemberg, Lotte Pfeffer-Müller – Vorsitzende des ECOVIN-Bundes­verbandes, Alexander Bonde – Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, Christoph Zimmer – Geschäftsführer Ecoland Baden-Württemberg, Zilla Fröhlich – Vorsitzende Bioland Baden-Württemberg, Martin Bär – Geschäftsführer Naturland Baden-Württemberg, Dr. Christian Eichert – Geschäftsführer der AÖL Baden-Württemberg, Manfred Schmidt – Vorstandsmitglied ECOVIN Baden

Am 19. Mai eröffnet der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, im Zuge der Ecovin-Weinpräsentation in Freiburg den baden-württembergischen ÖKO-SOMMER. Das ist die seit 15 Jahren erfolgreiche Veranstaltungsreihe für Verbraucher der ökologisch wirtschaftenden Betriebe im Südwesten. Dies veranlasst die in der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (AÖL e.V.) vertretenen Anbauverbände, die aktuelle Agrarpolitik der grün-roten Landesregierung unter die Lupe zu nehmen. Was ist gut ein Jahr nach Amtsantritt aus dem in der Koalitionsvereinbarung klar formulierten Bekenntnis zur ökologischen Landwirtschaft geworden?

Erfreulicherweise hat das Ministerium sein Versprechen umgesetzt, die Unter­stützung für ökologisch wirtschaftende Betriebe im Agrarumweltprogramm Marktentlastungs- und Kulturlandschaftsausgleich (MEKA) fortzusetzen. Viele weitere Schritte wurden gegangen, um die Interessen des Sektors zu berücksichtigen. Darüber hinaus stellte Minister Bonde Anfang dieses Jahres seinen Öko-Aktionsplan „Bio aus Baden-Württemberg“ vor und beschrieb darin die Verbindung von Bio und Regional als „eine große Chance für heimische Erzeuger“. „Diesen Plan würden wir jetzt – nicht nur aufgrund der derzeitigen Anzeichen aus Bayern – sehr gerne mit weiteren konkreten Maßnahmen unterfüttern“, sagt Dr. Christian Eichert, Geschäftsführer der AÖL.

Ökologische Landwirtschaft als Leitbild

In Bayern strebt die Landesregierung eine Verdopplung der Bioproduktion bis zum Jahr 2020 an. Auch für den Südwesten würde sich die AÖL eine klare politische Positionierung für die ökologische Landwirtschaft als Leitbild einer zukunftsfähigen Agrarpolitik und –wirtschaft wünschen. Dabei gehe es den Öko-Anbauverbände keineswegs nur um eine reine Flächenförderung, sondern um eine gemeinsam mit der Landesregierung zu entwickelnde Strategie zur ökologischen Agrarwende. „Zumal die ökologische Landwirtschaft bei der neukonzipierten Nachhaltigkeitsstrategie des baden-württembergischen Umweltministeriums keine Rolle spielt, obwohl die ersten Bio-Höfe im Lande mittlerweile seit vielen Jahrzehnten Nachhaltigkeit leben und vorbildlich praktizieren“, ergänzt Eichert.

Öko-Aktionsplan

Zu einem umfassenden Öko-Aktionsplan gehören aus Sicht der AÖL Maßnahmen der Verbraucheraufklärung ebenso wie eine verbesserte Vermarktung von Bio-Produkten und eine „Bildungsoffensive Biolandbau“. Im Interesse vieler Verbraucher wäre es, stärker in tiergerechte Stallbaulösungen zu investieren. Dies ließe sich über einen Sonderfonds regeln.

Bildung und Ausbildung

In puncto Bildung und Ausbildung sieht die AÖL ebenfalls Potenzial zur Sektorstärkung: „Bildung und Verbraucheraufklärung über die landwirtschaftlichen Zusammenhänge beginnt mit Themen wie Ernährungslehre und Kochen in allgemeinbildenden Schulen und endet bei der spezifischen Ausbildung zum Ökolandwirt“, so Eichert. Als erstes sichtbares Zeichen sollte in der Schulverpflegung und in Kantinen der öffentlichen Einrichtungen ein Mindestanteil regionaler Bioprodukte zum Einsatz kommen.

„Tag des Ökolandbaus“

Zusätzlich zum durch die Verbände selbst finanzierten ÖKO-SOMMER könnte es zukünftig einen landesweiten „Tag des Ökolandbaus“ geben.

Nur mit einem Bündel an Maßnahmen und politischem Rückenwind könne die Vision der Öko-Anbauverbände Wirklichkeit werden: „Die ökologische Landwirtschaft und ihre gesunden Produkte sind aus der Nische gestartet und in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Verbraucher fragen regionale Bioprodukte nach, die aufgrund der schonenden Kreislaufwirtschaft der Bio-Bauern und -Winzer sowohl Umwelt als auch Klima zu Gute kommen. Lasst uns nach der Energiewende auch mit der ökologischen Agrarwende ernst machen“, appelliert Eichert an die Landesregierung.

Weitere Informationen

Bildergalerie: Bilder der 17. ECOVIN-Präsentation 2012