Hofbesuch mit Ministerpräsident Özdemir und Landwirtschaftsministerin Gentges: Wie Betrieben jetzt geholfen werden kann
Esslingen/Freiburg-Ebnet, 13. August 2026. Auf dem Bioland-Betrieb Küferhof kamen, organisiert von der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg e.V., Ministerpräsident Cem Özdemir, Landwirtschaftsministerin Marion Gentges sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Politik und Verbänden zusammen. Thema des Austauschs waren die dramatischen Auswirkungen der anhaltenden Trockenheit und Hitze auf die landwirtschaftlichen Betriebe im Land – und welche Maßnahmen jetzt helfen können.
Bei einem Rundgang über den Betrieb erhielten die Gäste einen unmittelbaren Einblick in die aktuelle Situation. Der Familienbetrieb im Dreisamtal, der bereits seit 29 Jahren ökologisch wirtschaftet, ist wie zahlreiche Höfe im Land unmittelbar von den Folgen der Dürre betroffen. Dazu gehören unter anderem geringere Erträge und die Herausforderung, die Tiere mit ausreichend Futtermitteln versorgen zu können.
AÖL-Vorsitzender Hans Bartelme begrüßte ausdrücklich, dass die Landesregierung die Anliegen der Praxis vor Ort aufgreift. Neben der Bekräftigung der bereits öffentlich formulierten Forderungen nach schnellen Hilfen für die betroffenen Betriebe (siehe dazu auch die AÖL-Pressemitteilung vom 11. August 2026) wurde zugleich die Notwendigkeit langfristiger Anpassungsstrategien hervorgehoben. Diskutiert wurden unter anderem Unterstützungsmaßnahmen zur Bewältigung der akuten Futterknappheit, mehr Handlungsspielräume für landwirtschaftliche Betriebe in Krisensituationen sowie Investitionen in Klimaresilienz, Wasserrückhalt und Ressourcenschutz.
Denn: Akute Krisenbewältigung muss immer auch mit langfristigen Strategien verbunden werden. Durch den vorausschauenden Aufbau resilienter Strukturen werden Betriebe in die Lage versetzt, flexibler auf sich verändernde klimatische Bedingungen zu reagieren und ihre Produktion auch unter zunehmenden Extremwetterereignissen zu sichern. Gerade die aktuelle Dürresituation zeigt, wie eng die Sicherung der Ernährungsgrundlagen mit dem Schutz natürlicher Ressourcen verknüpft ist. Der Ökolandbau leistet hierzu mit dem Schutz von Grundwasser, der Förderung der Biodiversität und dem Aufbau widerstandsfähiger Produktionssysteme einen wichtigen Beitrag.
Nachtrag zum aktuellen Stand: Das MLR informierte am 18. August in einer Pressemitteilung über weitere Hilfen für Betriebe.

Bildunterschrift:Von links: Betriebsleiter Mathias Reichenbach im Gespräch mit Ministerpräsident Cem Özdemir, AÖL-Vorständin Anja Frey, AÖL-Vositzendem Hans Bartelme und BLHV-Präsident Bernhard Bolkart.
Credit: AÖL

Bildunterschrift: AÖL-Vorsitzender Hans Bartelme (3. v. r.) im Gespräch mit Ministerpräsident Özdemir (2. v. r.) und Landwirtschaftsministerin Gentges (ganz rechts).
Credit: Staatsministerium BW/Peter Herrmann

Bildunterschrift: Abschluss einer konstruktiven Diskussion: Ministerpräsident Cem Özdemir (7. v. l.) und Landwirtschaftsministerin Marion Gentges (9. v. l.) erfrischen sich mit einem Bio-Kefir.
Credit: Staatsministerium BW/Peter Herrmann
Zur AÖL: Die AÖL ist die gemeinsame Vertretung der ökologischen Anbauverbände in Baden-Württemberg. In dieser Funktion gestaltet die AÖL aktiv die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im Land mit. Als Bindeglied zwischen Politik, Markt und Verbraucherschaft befördert sie die Belange der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft aktiv. Gemeinsam mit staatlichen Einrichtungen und anderen berufsständigen Organisationen arbeitet sie die gesellschaftlich erwünschten Stärken von ökologisch erzeugten und verarbeiteten Produkten – im Besonderen von heimischer Öko-Verbandsware – im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher heraus.
Kontakt: Christoph Zimmer, Geschäftsführung, info@aoel-bw.de
– Belegexemplar erbeten –
