So gut schmeckt regionaler Bio-Tofu

Bei den Öko-Aktionswochen an der Helene-Weber-Schule Buchen würdigt AÖL-Geschäftsführer Christoph Zimmer das „lokale Netzwerk im besten Sinne“

Buchen, 14.10.2024. Mit Bio-Tofu aus dem Neckar-Odenwald-Kreis haben Schülerinnen und Schüler der Helene-Weber-Schule Buchen in ihrer Schulküche regionales Bio mit allen Sinnen erlebbar gemacht. Bei einer Veranstaltung im Rahmen der Öko-Aktionswochen (Motto: Baden-Württemberg is(s)t Bio) bereiteten sie gemeinsam mit Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, und Christoph Zimmer, Geschäftsführer Landesverband Bioland als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg (AÖL), Gerichte mit dem gesunden eiweißhaltigen Lebensmittel zu – von Tofu-Schnitte Wiener Art über Okara-Gemüse-Bratlinge bis hin zu Räuchertofu-Tomaten Spieße und sogar Süßes wie Okara-Schokoladen-Schnitten.

Es ist eine Erfolgsgeschichte: Seit 2016 bauen Sonja und Albert Haaf aus Elztal-Muckental auf ihrem Bioland-Hof neben Lupinen, Linsen und Hirse auch Sojabohnen an. Aus dem Ausland zurückgekehrt, verarbeiteten ihre aus China stammende Schwiegertochter Yanli und Sohn Gabriel Haaf die Bohnen zunächst für den Eigenbedarf zu Tofu. 2023 baute das Paar dann eine professionell ausgestattete Tofuküche und gründete die Tofumanufaktur Haaf. Ihre Bio-Erzeugnisse – Tofu, geräucherten Tofu und Okara (ein Nebenprodukt der Sojamilchherstellung) – verkaufen sie auf Märkten und im Hofladen. Die Nachfrage sei größer als das Angebot, verriet Gabriel Haaf am Rande der Veranstaltung. Er wie seine Frau seien zudem noch berufstätig, auch die beiden kleinen Kinder forderten Aufmerksamkeit.

„Die Öko-Aktionswochen stellen die Öko-Landwirtschaft und deren Produkte in den Mittelpunkt“, sagte der Landwirtschaftsminister zum Auftakt der Veranstaltung. Ziel sei, die Nachfrage nach regionalen Bio-Lebensmitteln anzukurbeln. Dies sei auch eine der Aufgaben der vom Land geförderten 14 Bio-Musterregionen in Baden-Württemberg. Peter Hauk zeigte sich beeindruckt vom Geleisteten: „Hier werden die Soja-Produkte konsequent aus regionalen Rohstoffen hergestellt und mit dem Lebensmittelhandwerk zusammengebracht.“ Eindrücklich warb er für Bio-Produkte aus Baden-Württemberg: „Wer regionales Bio kauft, unterstützt die Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern vor Ort und leistet einen Beitrag zum Schutz unserer Lebensgrundlagen.“ Lokal kaufen und daraus spannende und vielfältige Gerichte zubereiten – das funktioniere.

„Wir erleben hier eindrücklich, wie Familie Haaf vom Anbau von Soja nach Bioland-Richtlinien über die Verarbeitung zu Tofu hochwertige und gefragte Produkte auf die Teller bringt“, betonte Bioland-Landesgeschäftsführer Christoph Zimmer: „Was die EU als Strategie ,Vom Hof auf den Tisch‘ beschreibt, ist hier bereits gelebte Qualität, die man schmeckt.“ So entstehe Wertschöpfung – und alle bis hin zu den Schülerinnen und Schülern bei der Schulverpflegung profitierten davon. „Die Bio-Tofumanufaktur Haaf ist ein lokales Netzwerk im besten Sinne.“ Der AÖL-Vertreter würdigte in seiner Rede auch die Arbeit, die an der Helene-Weber-Schule Buchen, einer beruflichen Schule für Ernährung, Gesundheit, Erziehung und Soziales, geleistet werde: „Hier wird Kochen als Kompetenz vermittelt, das ist in unserer Gesellschaft verloren gegangen. Bio ist hier die beste Grundlage für die Produkte und vollen Genuss.“

 

Zu den Öko-Aktionswochen:

Die fünfte Auflage der Öko-Aktionswochen findet vom 16.09.2024 bis zum 31.10.2024 statt. Zahlreiche Bio-Betriebe aus Erzeugung und Verarbeitung werben auf über 100 Veranstaltungen für den ökologischen Landbau in Baden-Württemberg. Unter anderem auf Hof-Festen, Betriebsführungen und Workshops wird der Öko-Landbau, seine Erzeugnisse und seine Besonderheiten den Besucherinnen und Besuchern näher gebracht.

Eine Übersicht über die Veranstaltungen und Informationen zu den Öko-Aktionswochen finden Sie auf der Webseite, sowie auf Instagram und Facebook.

 

Fotos:

Credit: MBW / Jan Potente

 

Zur AÖL:

Die AÖL ist die gemeinsame Vertretung der ökologischen Anbauverbände in Baden-Württemberg. In dieser Funktion gestaltet die AÖL aktiv die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im Land mit. Als Bindeglied zwischen Politik, Markt und Verbraucherschaft befördert sie die Belange der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft aktiv. Gemeinsam mit staatlichen Einrichtungen und anderen berufsständigen Organisationen arbeitet sie die gesellschaftlich erwünschten Stärken von ökologisch erzeugten und verarbeiteten Produkten – im Besonderen von heimischer Öko-Verbandsware – im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher heraus.

Kontakt: Magdalena Gromann, Referentin, info@aoel-bw.de

Unsere Mitgliedsverbände

Arbeitsgemeinschaft Ökologischer
Landbau Baden-Württemberg e.V.
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