Author: Manuel Uez

Baden-Württembergs Öko-Anbauverbände und Beratungsdienste des Ökologischen Landbaus haben sich gestern am 30. September 2014 unter dem Namen „Öko-Beratung Baden-Württemberg e.V.”, kurz ÖBBW, zusammengeschlossen.

Unter dem Namen „Öko-Beratung Baden-Württemberg e.V.” haben sich die im Lande tätigen Verbände und Beratungsdienste des Ökologischen Landbaus zu einer gemeinsamen Öko-Beratungsorganisation zusammengeschlossen. In der ÖBBW will die Branche künftig ihre bestehenden Kompetenzen bündeln und die Sicherstellung und Weiterentwicklung eines marktgerichteten Beratungsangebots mit dem Ziel einer Verbreitung des Ökologischen Landbaus garantieren.

Weiterlesen: Neue Öko-Beratung in Baden-Württemberg gegründet – Zusammenschluss der Anbauverbände und…

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der MBW und der AÖL:

Bio – bunt und vielfältig aus Baden-Württemberg

Unter dem Motto „Bio – bunt und vielfältig aus Baden-Württemberg” bietet das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für Ökologischen Landbau (AÖL) und der MBW Marketing- und Absatzförderungsgesellschaft für Agrar- und Forstprodukte aus Baden-Württemberg mbH vom 3. bis 14. September ein buntes Programm rund um den Ökologischen Landbau.
Die Dauerausstellung, welche Informationen rund um den Ökologischen Landbau, einer Lounge mit Internetanbindung an das neue Landesportal der Landesregierung zum Ökolandbau, Verkostungen ökologisch erzeugter Produkte uvm. bietet, wird dabei von einem ebenso bunten, wie informativen Rahmenprogramm für kleine und große Besucherinnen und Besucher begleitet.

Das gesamte Veranstaltungsprogramm finden Sie hier

Die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg e.V. (AÖL) fordert die Erhöhung der Ökolandbauprämie in Baden-Württemberg auf den ma-ximal möglichen Satz. „Die derzeitige Prämie reicht nachgewiesener Maßen nicht aus, um den Mehraufwand für eine Ökologische Bewirtschaftung auszugleichen”, sagte Dr. Christian Eichert, Geschäftsführer der AÖL. „Die Betriebe des Ökolandbaus in Baden-Württemberg und diejenigen, die über eine Umstellung auf Ökologische Bewirtschaftung nachdenken sind durch die guten Erträge und derzeit hohen Preise im konventionellen Landbau benachteiligt”, so Eichert weiter.

Wenn das Land den Ökolandbau in Baden-Württemberg nennenswert ausweiten will, dann muss es seinen Spielraum nutzen und den maximal möglichen Fördersatz gewähren. „Ebenso muss den Landwirten der Wechsel von der alten in die neue Förderung ermöglicht werden”, so Eichert. In der aktuellen wirtschaftlichen Lage sei es auch wichtig, die Bestandsbetriebe durch verlässliche politische Signale in der Ökologischen Bewirtschaftung zu halten. Andere Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz bieten Öko-Landwirten diese Wechselmöglichkeit. Diesem Vorgehen solle sich die hiesige Landesregierung anschließen und zugleich den für Bestandsbetriebe wie Umstellungsinteressenten wirtschaftlich

notwendigen Förderspielraum voll ausnutzen.

Neben der Beförderung des Natur- und Umweltschutzes hat sich die derzeitige Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag 2011 für eine deutliche Ausweitung des Ökologischen Landbaus und eine Anhebung der Prämien ausgesprochen. Eichert betont: „Wir honorieren die Bemühungen der Landesregierung, den Natur- und Umweltschutz mittels erheblicher Finanzmittel deutlich voran zu bringen. Ebenso mutig und konsequent gilt es nun die Agrar- und Ernährungswirtschaft zu Ökologisieren. Als gesellschaftlich erwünschte Leistung trägt der Ökolandbau unter anderem zum Biodiversitätserhalt, zum Gewässer- und Klimaschutz bei. Der Ökolandbau trägt zugleich mit seinen vielschichtigen Betrieben dazu bei, den Ländlichen Raum als attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum zu gestalten und für kommende Generationen zu erhalten. Diese Leistungen sollte die Landesregierung anerkennen und ab der neuen Förderperiode angemessen honorieren”, sagte Eichert abschließend.

Ansprechpartner für Presseanfragen: Dr. Christian Eichert, Tel.: +49-160-7406015

Mit der geplanten Neufassung der EU-Ökoverordnung gefährdet die EU-Bürokratie die Weiterentwicklung des Ökolandbaus in Europa. Die Arbeits-gemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg (AÖL) begrüßt zwar das Ziel der Europäischen Kommission, den Öko-Sektor mit einer „konsequenteren” und „skandalsichereren” EU-Öko-Verordnung weiter voranzubringen. Aber der eingeschlagene Weg dazu ist der falsche: Die AÖL fordert die EU-Kommission dazu auf, die bestehende Öko-Verordnung nicht grundlegend neu zu gestalten, sondern stattdessen mit Augenmaß und ent-sprechend den bisher geltenden Regeln sachgerecht weiter zu entwickeln.

Der Erfolg des Ökologischen Landbaus und des gesamten Sektors der ökologi-schen Lebensmittelwirtschaft beruht zu einem wesentlichen Teil auf einem pro-zessorientierten System der Qualitätssicherung und der Definition von Richtlinien entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Acker bzw. der Wiese bis zum Teller. Die Verbände des Ökologischen Landbaus arbeiten seit Jahrzehnten daran, für die Erzeuger und Verarbeiter entsprechende Richtlinien zu entwickeln und haben auch die Europäische Union bei der Entstehung und Ausgestaltung des europäischen Rechtsrahmens für den Ökologischen Landbau unterstützt. „Diese Erfahrungen und Kompetenzen sollte die Kommission bei der Weiterentwicklung der EU-Öko-Verordnung weiter nutzen”, unterstreicht der

AÖL-Geschäftsführer Dr. Christian Eichert. Durch eine komplette Neufassung der EU-Verordnung entstünde Rechtsunsicherheit für alle Marktakteure und die Verwaltung. „Wir halten die Totalrevision der EU-Öko-Verordnung für einen Irrweg, der zu einem massiven Rückgang des Ökologischen Landbaus in Deutschland und Europa führen wird”, so Dr. Eichert.

Durch die bisherige Prozessorientierung werden für jeden Schritt der Produktion Regeln festgelegt, an die sich Erzeuger und Verarbeiter halten müssen. Die EU-Kommission denkt jetzt über spezielle Grenzwerte beispielsweise für Pflanzen-schutzmittelrückstände nach, die im Endprodukt eingehalten werden müssen. Der ökologische Landbau findet in Europa jedoch nicht unter einer „Käseglocke” statt und die Öko-Erzeuger können nicht für Schadstoffeinträge haftbar gemacht werden, für deren Verursachung sie nicht verantwortlich sind und auf deren Verbreitung sie keinen Einfluss haben.

Zudem verkennt die EU-Kommission den Grundgedanken des Ökologischen Landbaus, der auf einem naturgemäßen Umgang mit Böden, Pflanzen und Tieren basiert. Sie erweckt den Eindruck, man könne ein Bio-Produkte mit Labormethoden erkennen und klammert den Kontext des Wirtschaftens völlig aus. „Dies wäre ein Paradigmenwechsel und würde den grundlegenden Zielen des Ökologischen Landbaus widersprechen”, so Dr. Eichert. Eine Prozesskontrolle über alle Produktionsstufen kann nicht durch

strengere Grenzwerte für Inhaltsstoffe am Endprodukt ersetzt werden. Rückstandskontrollen als Teil der Bio-Kontrolle würden mehr Bürokratie bedeuten und keine zusätzliche Lebensmittelsicherheit für die Verbraucher bringen.

Dagegen steht die Europäische Kommission in der Pflicht, bei der Sicherheit unserer Lebensmittel endlich das Verursacherprinzip konsequent umzusetzen: Sie muss die Akteure zur Verantwortung ziehen, die für Mensch und Umwelt gefährliche und problematische Substanzen verbreiten und nicht diejenigen mit mehr Bürokratie gängeln, die ohne den Einsatz solcher Problemstoffe gesunde Lebensmittel produzieren.

Mehr Qualität und Sicherheit kann und sollte mit einer Verbesserung des beste-henden staatlichen Kontrollsystems erreicht werden. Für eine effizientere Kontrolle und zur Vermeidung von Verstößen und Betrug müssen die offiziellen Kontrollsysteme mit den staatlich überwachten Kontrollstellen noch stärker als bisher zusammenarbeiten. Zudem ist es zielführend, bei erhöhten Risiken auch häufiger zu kontrollieren und in allen EU-Ländern ein einheitliches Regelwerk für Sanktionen, Bußgelder und Strafen zu schaffen.

Die baden-württembergischen Öko-Anbauverbände wie auch die Öko-Branche insgesamt benötigen Kontinuität und Verlässlichkeit in der Gesetzgebung und Verwaltung als Grundvoraussetzung für die

Arbeit ihrer Erzeuger und Verarbeiter. Die Totalrevision der EU-Öko-Verordnung würde diese Grundvoraussetzung kippen und jahrzehntelange Erfahrungen und Aufbauarbeit in den Öko-Sektor ignorieren. „Wir fragen uns deshalb schon”, so Dr. Eichert, „welche Interessen die EU-Kommission mit diesem Vorschlag verfolgt”.

Die gesamte Stellungnahme zum Herunterladen hier

Ansprechpartner für Presseanfragen: Dr. Christian Eichert, Tel.: +49-160-7406015

Öko-Aktionstag am 10. Mai 2014 auf dem Schlossplatz Stuttgart

Veröffentlicht am Dienstag, 15. April 2014 14:44Geschrieben von Anja Kirchner

Öko-Aktionstag am 10. Mai 2014 auf dem Schlossplatz Stuttgart

1. Öko-Aktionstag unter dem Motto „Bunte Vielfalt aus dem Ländle“.

Erleben Sie die Vielfalt aus unserer Region! Bio zum Anfassen, Entdecken, Fühlen und Staunen: Die Besucher erwarten regionale Bio-Produkte und die Möglichkeit gleichzeitig allerhand Interessantes zur Herstellung und Verarbeitung zu erfahren. Die Kinder können bei einem bunten Programm mit Melken, Getreidefahrrad, Butter schütteln und einer Schatzsuche im Acker Landwirtschaft erleben.

Lassen Sie sich von regionalen Bio-Produkten in Versuchung führen und erfahren Sie gleichzeitig allerhand Interessantes zu Herstellung und Verarbeitung. Kommen Sie vorbei und überzeugen Sie sich selbst, wie bunt Bio aus Baden-Württemberg sein kann.

Das Programmheft können Sie jetzt herunterladen.


Ab dem 18. März 2014 startet am Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau Baden-Württemberg (KÖLBW) eine Fortbildungsreihe für Milchschaf- und Milchziegenhalter. Über einen Zeitraum von zwei Jahren werden insgesamt zwölf Seminartage zu speziellen Themen der Schaf- und Ziegenmilcherzeugung angeboten.

Neben Seminaren zur artgerechten Tierhaltung, Tiergesundheit, Tierzucht und leistungsgerechten Fütterung werden u.a. auch Inhalte zur Betriebsentwicklung, Zickleinaufzucht, Vermarktung, des Weide- und Parasitenmanagements sowie der Wirtschaftlichkeit in der Schaf- und Ziegenmilcherzeugung vermittelt.

Die Fortbildungsreihe wird angeboten in Zusammenarbeit der Bioland Beratungs GmbH, dem Beratungsdienst Ökologischer Landbau e.V., der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg e.V. (AÖL) und dem Ziegenzuchtverband Baden-Württemberg e.V.

Seminarort: Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau Baden-Württemberg (KÖLBW) am Landwirtschaftlichen Bildungszentrum Hochburg, 79312 Emmendingen – Hochburg

Das komplette Programm der Fortbildungsreihe zum Herunterladen hier

Nachfolgend der Konsultationsveranstaltung am 5. Februar 2014 hat die AÖL ihre Positionen und Vorschläge zu den durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz dargelegten Ansätzen zur Weiterentwicklung der Politik der Ländlichen Entwicklung für die Förderperiode 2014-2020 zusammengestellt.

Unser ausdrückliches Lob möchten wir der Landesregierung für ihr Engagement bei der Aushandlung des generellen Finanzrahmens im Herbst 2013 aussprechen. Zudem begrüßt die AÖL das außerordentliche Engagement der Landesregierung, den laufenden Diskurs zur Neufassung der Europäischen Basisverordnung („EU-Öko-Verordnung“) konstruktiv mit zu begleiten und die inhaltliche Ausgestaltung nach Plausibilitäts- und Praktikabilitätskriterien kritisch zu  hinterfragen.

Ebenfalls finden die derzeit laufenden Überlegungen zur „Beratung 2020“, sowie die vorgelegten Diversifizierungskonzepte einschließlich der vorgestellten Ansätze im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaften EIP unsere Anerkennung. Ferner danken wir der Landesregierung für die Einführung der bodengebundenen Tierhaltung im AFP sowie die Ermöglichung eines „kleinen AFPs“ im Rahmen der Landschaftspflegerichtlinie. Der Versuch der Landesregierung, das Agrarumweltprogramm MEKA weitestgehend auf „dunkelgrüne“ Maßnahmen und Leistungen mit echten Landschafts- und Umweltnutzen zu konzentrieren, ist aus unserer Sicht der richtige Weg. Dennoch sehen wir noch weitreichendes Optimierungspotenzial. Zudem beinhaltet diese Stellungnahme in Themenblock 2 weitere aktuelle politische Forderungen der AÖL.

Zumeldung zur Pressemitteilung Nr. 210/2013 des MLR Baden-Württemberg „Start der ersten Landesfachschulklasse für Ökologischen Landbau am Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau in Emmendingen“

Stuttgart / Esslingen, 4.11.2013. Die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg (AÖL) begrüßt es, dass mit dem Beginn der Fachschulklasse für den Ökologischen Landbau das neu eingerichtete Kompetenzzentrum für den Ökologischen Landbau Baden-Württemberg (KÖLBW) in Emmendingen seine Arbeit aufnimmt. „Wir freuen uns“, so der AÖL-Geschäftsführer Dr. Christian Eichert, „dass die Landesregierung auf die wachsende Nachfrage nach einer gezielten Fachausbildung zum Ökologischen Landbau reagiert und jetzt dieses attraktive Qualifizierungsangebot geschaffen hat. “

Bei der Ausgestaltung der praxisorientierten Lehrinhalte konnten die Öko-Anbauverbände im Vorfeld ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbringen. Ebenso werden Praktiker und Berater den Fachschulunterricht mit ihren langjährigen Erfahrungen bereichern.

„Die Einrichtung der Fachschule ist ein wichtiger Mosaikstein zur weiteren Entwicklung der ökologischen Landwirtschaft im Südwesten“, betont Dr. Eichert.

Dass sich zum Start der ersten Fachklasse bereits 21 Teilnehmer/innen angemeldet haben, unterstreiche den Bedarf an diesen Angeboten. Die steigende Nachfrage nach ökologisch erzeugten Produkten aus der Region eröffnet landwirtschaftlichen Betrieben und Verarbeitern neue Entwicklungspotenziale und schafft zukünftige Arbeitsplätze. Damit dies gelingt, brauchen junge Landwirtinnen und Landwirte nicht nur umfassende und praxisnahe Kompetenzen im Ökologischen Landbau, sondern auch fundierte Kenntnisse über wirtschaftliche Zusammenhänge. Die neue Fachschule stellt deshalb das unternehmerische Denken in den Mittelpunkt und schafft dadurch eine zukunftsweisende Ergänzung zu den bestehenden Angeboten. „Wir danken der Landesregierung, dass sie den Entwicklungsbedarf erkannt und die Fachschule ins Leben gerufen hat. Den Schülern wünschen wir eine lehrreiche Zeit auf der Hochburg bei ihrer Auseinandersetzung mit zukunftsweisenden Fragen rund um den Ökologischen Landbau“, so Dr. Eichert abschließend.
Ansprechpartner für Presseanfragen: Dr. Christian Eichert, Tel.: +49-160-7406015

Text:  Andreas Greiner

Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg e.V.
Vertretungsberechtigte Vorstände: Zilla Fröhlich und Martin Schäfer
Geschäftsführer Dr. Christian Eichert
Schelztorstraße 49, 73728 Esslingen